Interview mit Bewusstseinstrainer Klaus Konstantin über die Ich-Illusion

Klaus Konstantin

Klaus Konstantin

Alles eine Frage der Wahrnehmung

Klaus Konstantin gilt als einer der provokativsten und zugleich bodenständigsten Bewusstseinstrainer im deutschsprachigen Raum. Die Vision, die ihn in seiner Bewusstseinsarbeit führt, lässt sich als die Anleitung zur „Zerstörung von Illusionen“ umschreiben. Auf der Basis seiner ausgeprägten Medialität konfrontiert Klaus Konstantin seine Klienten mit allen wesentlichen Aspekten ihrer gegenwärtigen seelischen Herausforderung. Im Interview erklärt er, wie Menschen herausfinden können, was ihre eigentliche Lebensaufgabe ist, wie sie sich von der Illusion ihrer Ich-Identität befreien können und wie eine erfolgreiche Schattenarbeit aussehen kann.

Du bezeichnest dich als medial. Wie macht sich das bei dir bemerkbar und wie grenzt du das zu Begriffen wie „Sensitivität“ oder „Erleuchtung“ ab?

Das Wort Medialität ist mit der Zeit etwas aus seiner wirklichen Bedeutung herausgefallen. Im großen Treck des New Age und der Wahrheitssuchenden ist es so etwas wie ein schwierig zu erreichendes „Sesam-Öffne-Dich“ geworden. Ich benutze es nicht so gerne, weil es falsch verstanden wird im gängigen begrifflichen Bezugsrahmen. Medialität ist kein Channeln, kein Hellsehen, keine Kommunikation mit Verstorbenen und Geistern, Medialität ist eine stark konzentrierte Ausprägung von Hochsensitivität.

Die moderne Gehirnforschung bietet uns hierzu auch schon nachvollziehbare Erklärungen an:

Die Gehirnteile und Neuronenverbünde, welche für die Blockierung und Unterdrückung der Erregungspotentiale zuständig sind, seien aus bestimmten Gründen weniger stark ausgebildet, sodass die Erregung des zerebralen Kortex vergleichbar deutlich höher ist. Der Thalamus funktioniere bei Hochsensitivität (HSP) so, dass mehr Reize als „wichtig“ eingestuft werden und damit das Bewusstsein erreichen. Der Wahrnehmungsbereich ist damit auf einen größeren Kontext ausgerichtet. Dies ist der einfache Zugang zum Unbewussten. Medialität ist somit nicht mehr abstrakt und verschwindet im Raum des Mysteriösen. Diese Phänomene erscheinen als spezielle neuronale Ausprägung mit einer wirklichen Affinität zur Spiritualität.

Erleuchtung und Erwachen sind ebenso Begriffe, die total differenziert gedeutet werden, je nach Wunschziel oder Ablehnung. Diese Hochsensivität ist eigentlich eine Grundausstattung des Menschen. Sie wird durch Programme der Selbstverleugnung, des latent vorhandenen Mangelbewusstseins in Folge von vermeintlicher Trennung und so durch ein total kompensatives Bedürfnispozential regelrecht blockiert. Der Egotaktiker führt ein biografisches Management: Ego-Optimierung, Funktionalitäts-Optimierung, Chancen-Optimierung und Potenzial-Optimierung, Beziehungs-Optimierung, Finanz-Optimierung, seine ganze Lebensenergie steckt in ständigen zum Teil sehr versteckten Optimierungsprogrammen.

Medialität oder Hochsensivität kann man nicht tun, sie sind in ihrer Basis unpersönlich. Sie geschieht nur vollkommen in ihrer Wirkkraft, weil und wenn sie nicht ergebnisorientiert ist. Deshalb ist es schwer, sie zu bemerken … in dieser Arbeit bemerke ICH mich nicht mehr. Nur deshalb geschieht sie als Wahrnehmung. Wollen wir das verstehen, kommen wir genau zu dem Punkt, wo sie nicht verständlich ist. Trotzdem versuchen natürlich immer mehr, sie zu einem Programm zu machen, um damit etwas zu erreichen. Jetzt wird sie zur Ego-Optimierung gemacht und „funktioniert“ nicht, weil sie nicht absichtslos ist. Deshalb glauben wir, sie sei etwas ganz besonderes. Hochsensitivität kann man trainieren, durch Abbau von Vor-Stellungen. Das machen wir seit Jahren mit unseren Teilnehmern. Spirituelle Arbeit ist Abbau nicht Aufbau.

Was ist das Haupthindernis des Menschen auf dem Weg, sein volles Potential zu leben?

Es ist der Glaube, dass das, was er lebt, nicht sein volles Potential ist. Deshalb erfährt der Mensch auch nur sein selbst „minimiertes“ Potential. Matter follows Minds. Wir erfahren immer nur das, was wir glauben. Wir sind der Schöpfer unserer Wahrnehmungsrealität. Das Falsche oder das Verbesserungspotential liegt immer nur im Auge des Betrachters. Wir schaffen unsere Welt und damit unser Potential, über das, was wir davon halten, voll oder minimiert. Ist das Glas halb voll oder halb leer? Machen wir aus unserem Leben die Hölle oder den Himmel? Wir erleben das in unserer täglichen Arbeit mit den Menschen. Sie erschaffen sich ihre Welt, so wie sie diese brauchen und „beklagen“ sich über ihre „Kreationen“. Behutsam konfrontieren wir sie mit dem Hindernis, was sie selbst sind.

Das Leben ist ein Erkenntnisprozess und darin braucht es auch notwendige Widerstände zur Selbsterkenntnis. Das „Du“ gegenüber als Erkenntnis wer oder was ich nicht bin. So erschaffen wir uns notwendiges „Leid“ oder notwendige „Freude“, je nachdem, was wahrgenommen werden muss in diesem Prozess. Das wollen die meisten aber nicht glauben. Sie glauben lieber an die Macht des freien Willens. Aber schaffen sie damit die Erfahrung ihrer „vollen Potentiale“? Warum doktern sie ergebnislos daran rum? Warum kommen sie zu uns und erklären, dass sie alles wissen und schon alles gelernt haben, schon unzählige Ausbildungen absolviert haben, aber noch immer fehlt etwas?

Grundsätzlich müsste man vollkommen individuell „volles Potential“ definieren. Was heißt das für jeden Einzelnen bezogen auf seine Lebensidee befreit vom jeweiligen Bewertungsmaßstab? Was ist das höchste Potential eines Löwen oder einer Eule? Löwe oder Eule zu sein! Einfach das auszudrücken, was im Inneren angelegt ist. Einfaches Sein. Ein Löwe braucht keinen Therapeuten, er braucht volles Vertrauen zu seinem „Löwe sein“, ohne wenn und aber. Was ist also das Haupthindernis? Sein Verstand und sein Unwissen über das, was er von Anfang an ist. Was sehen wir hier? Den Fisch, der das Wasser sucht.

Nach welchen Prinzipien oder Gesetzmäßigkeiten funktioniert deiner Meinung nach das Leben?

Gesetzmäßigkeiten geschehen. Wenn wir von „funktionieren“ sprechen, kommen wir schnell zu einer Ziel- oder Ergebnisorientierung. Innerhalb der ganzheitlichen Sicht geschieht alles als Prozess. Ursache und Wirkung sind eins. Wir erleben sie nur auf der linearen Zeitachse getrennt. Die sogenannte Welt im Außen, wie wir sie wahrnehmen, ist also nur eine Welt der Wirkungen, der Auswirkungen, wie wir sie im Inneren unseres Bewusstseins selber gestalten. Die Welt ist immer so, wie wir sind. Nichts im Außen geschieht ohne unsere vorherige Zustimmung. Das ist eine unfassbare Revolution für unsere bisherige Weltsicht. Wir können im Außen nur das sehen, was im Inneren als Realität schon angelegt ist. Alles Sichtbare hat seinen Ursprung im Unsichtbaren. Das ist eine der ältesten Gesetzmäßigkeit und erfährt heute durch den Quantenansatz seine volle Bestätigung. Es gibt nichts Getrenntes. Das ist das Grundprinzip der Quantensichtweise. Alles wirkt auf alles interaktiv ein.

Du behauptest, dass jeder Mensch sich sein Anfangsdrama in der sogenannten „Identitäts-Verdrehung“ selbst kreiert. Warum diese umständliche Art, erst das Gegenteil von dem zu erfahren, wofür wir auf der Welt sind?

Identität ergibt sich nur aus einem Prozess der Selbsterkenntnis innerhalb des Spannungsfeldes der Polaritäten, in der Formnatur also. Zur Erkenntnis braucht es aber nun das Gegenteil dessen, was ich bin. Was du bist, bist du nur in Relation zu etwas anderem, was du nicht bist. Selbsterkenntnis ist also nur über das äußere „Du“ möglich. Du gehst da hinein, was du nicht bist, um zu erkennen, was du bist. „Nichts ist außerhalb“, ist die wichtigste Erkenntnis, um dieses „Gesetz des Antagonisten“ wirklich zu erfassen. Um zu meinem „ja“ zu kommen, brauche ich die Erfahrung des „nein“. Nein, ich bin nicht Frau. ich bin Mann. Nein, ich bin nicht schwach, ich bin stark. Erst das Gegenteil gibt die Bedeutung.

Die Lebensaufgabe besteht in der Selbstbeobachtung. Eine konstante Achtsamkeit den Gedanken, Gefühlen und Taten gegenüber. Der Gegenspieler, der Widerstand, das Gegenüber ist unser wichtigster Verbündeter, er ist immer der fehlende Teil. Er bringt mich erst in eine Identität. Er ist der einzigste Grund der Existenz. Der Antagonist bist du selber. Ohne ihn wärest du nichts. Jedenfalls nichts im Besonderen, nichts Getrenntes. Niemand. Die Erkenntnis dieser Gesetzmäßigkeit öffnet die Türe zur eigenen Selbstfindung und damit der Selbstverantwortung. Sie befreit unweigerlich aus Abhängigkeiten.

Ohne diesen „Umweg“ oder Umstand könnten wir keine Liebe erfahren, denn Liebe ist die größte Kraft der Gegensatzvereinigung. So bekommen die beiden Kräfte des Universums, das Gesetz der Trennung und das Gesetz der Anziehung, sogar eine Logik. Es ist der Logos der Vollkommenheit – alles ist eins.

Heilung braucht Wahrheit

Heilung braucht Wahrheit

Du sprichst von der Notwendigkeit, sich von der Illusion der Ich-Identität zu befreien. Warum sollen wir das machen, wenn uns doch Rollen (zum Beispiel Mutter und Vater) und das Gefühl, jemand Bestimmtes zu sein (zum Beispiel die Frau eines Fußballspielers oder der Vorstandsvorsitzende einer Firma) Sicherheit gibt?

Die jeweiligen einzelnen Rollen sind Bestandteil innerhalb menschlichen Bewusstseins. Es ist nicht so, dass der Mensch ein Bewusstsein hat, sondern sich in seiner Formhafigkeit und Wesenheit innerhalb seines Bewusstseins befindet. Somit ist die Wahrnehmung des Inhalts des individuellen Bewusstseins mehr als die Identifizierung mit dem Inhalt seines Bewusstseins. Die jeweiligen Rollenidentitäten dienen also nur als „Werkzeuge“ innerhalb des Prozesses der Selbsterkenntnis. Die unbewusste Rollenidentität und damit Rollenrealität beschränkt den Menschen in seinem Bewusstsein auf diese einzelne Rolle, von der er in diesem Moment infiziert ist. So wird zum Beispiel aus der Rolle des „Bettlers“ die volle Realität des Bettlers. Das Objekt wird zum Subjekt.

Natürlich geben die jeweiligen Rollen über die Identifizierung damit eine gewisse aber doch nur vermeintliche Sicherheit. Diese Rollensicherheit ist temporär und damit in keinster Weise eine Selbstsicherheit. Was geschieht, wenn der Vorstandsvorsitzende seine Funktion verliert? Funktionen können niemals wirkliche Sicherheiten bieten.

Selbstsicherheit ist eine Frage des Bewusstseins und geschieht nur auf dieser Ebene. Selbstsicherheit ist nicht Rollenbezogen. Selbstsicherheit geschieht automatisch durch die Wahrnehmung von Rollen. Deshalb ist es notwendig, sich der individuellen Rollen bewusst zu sein, und sie nicht unbewusst zur Ich-Realität werden zu lassen. Jede unbewusste Fixierung auf eine bestimmte Rolle schließt weitere Möglichkeiten von Wahrnehmungen aus. Das Universum besteht aus Möglichkeiten und Tatsachen. Der bewusste Mensch wählt aus den Möglichkeiten bestimmte Tatsachen zeitweise aus und fühlt sie mit seinem Bewusstsein. Der unbewusste Mensch lässt Tatsachen und Lebensumstände zur Realität werden und hält diese dann für seine Wirklichkeit, ist somit den individuellen Tatsachen ausgeliefert. Damit ist klar, dass die einzigste Sicherheit des Menschen nicht in der Identifizierung mit einer Rolle besteht, etwas Bestimmtes und etwas Besonderes zu sein. Sie liegt damit niemals im Außen. Selbstsicherheit ist also eine Frage der Wahrnehmung, wie ich etwas wahrnehme.

Wie können Menschen herausfinden, was ihre eigentliche Lebensaufgabe ist? Wie viel Prozent der Menschheit lebt deiner Meinung nach ihre eigentliche Lebensaufgabe?

Das Wort Aufgabe ist schon mal doppeldeutig. Bevor ich also zu einer Aufgabe kommen kann, muss ich wohl zunächst etwas aufgeben. In diesem Falle mit Sicherheit die Illusion, dass die Lebensaufgabe in einer gewissen Tätigkeit besteht. Die Lebensaufgabe eines Apfelbaums zum Beispiel, ist, Apfelbaum zu sein. Es geht also um einen Seins-Zustand, eine Lebensqualität. Die Lebensaufgabe liegt also nicht darin, etwas Bestimmtes zu erreichen oder etwas Bestimmtes zu tun, sondern in einer bestimmten Bewusstseinsqualität zu leben. Ich werde immer gefragt: „Was soll ich jetzt tun?“. Meine Antwort ist immer dieselbe: „Das WAS ist sekundär und ergibt sich immer aus dem WIE.“ „Wie bin ich?“ und nicht „Was soll ich tun?“.

Deswegen sucht auch der größte Teil der Menschen nach ihrer Lebensaufgabe, die sie aber schwerlich finden werden. Der erste Schritt, seine Lebensaufgabe zu finden, liegt darin, nicht nach ihr zu suchen. Jede Art von Suchmodus ist doch ein unbewusster Modus von Mangel. Bewusstsein schafft Realität. Also schafft Mangel doch Mangel. „The never ending story“ … die Suche wird zur Sucht. Die meisten scheitern also schon an der Bereitschaft, diese Suche auf-zugeben. Der wirklich erste Schritt ist also, sich zunächst primär bewusst zu machen, dass ein unbewusstes Mangelbewusstsein niemals in die Erkenntnis der Lebensaufgabe führen kann.

Die Doppeldeutigkeit dieses Wortes ist wie eine Türe. Die Bereitschaft zur Aufgabe ermöglicht das Erkennen der Aufgabe. An dieser Stelle möchte ich etwas erwähnen, was ich immer wieder in unseren Seminaren erkläre: „Glaubt mir ja nichts, überprüft, ob es wirklich so ist“. Der menschliche Verstand tut sich schwer mit Doppeldeutigkeit und Widersprüchen. Bei diesem „Unsinn“ steigt er schnell aus. Jetzt kommen wir wieder beim Aspekt der Selbsterkenntnis an.

Nach meiner Einschätzung hält sich Licht und Schatten bei jedem einzelnen Menschen und auch bei der Menschheit als Ganzes ungefähr die Waage. Stimmst du damit überein?

Aus der Sicht der mittlerweile unbestrittenen Quantenphysik, und damit auch des Quantenbewusstseins, gibt es nichts Getrenntes. Innerhalb dieser Ganzheit gibt es nur fiktive selbstgeschaffenen Realitäten. Damit ist auch klar, dass sowohl Licht als auch Schatten nichts anderes sind als unterschiedliche Etiketten für ein und dieselbe Substanz.

Wo das eine ist, muss das andere automatisch da sein. Das eine ist sichtbar und das andere ist unsichtbar. Grundsätzlich fehlt also nichts, außer der Wahrnehmung, dass etwas fehlt. Der Mangel, das Fehlende, das Falsche liegt immer im Auge des Betrachters. Wir merken auch hier wieder, dass die Art und Weise des menschlichen Bewusstseins Realität schafft. Ob das „halbleere Glas“ für den einen Schatten bedeutet, und für den anderen Licht, ist genauso relativ, wie das „halbvolle Glas“ unterschiedlich individuell Licht oder Schatten bedeuten kann. Ein halbleeres Glas ist für den Trinker meistens „Schatten“.

Die Frage kann man also so nicht stellen. Wichtig ist hier zu sehen, dass Licht und Schatten nur unterschiedliche Zustände sind. Das Bewusste steht hier für Licht und das Unbewusste für den Schatten. Es gibt also hier eindeutig nichts Getrenntes. „Das Fehlende“ ist also niemals nicht da, sondern liegt im Unbewussten, im Nicht-Sichtbaren, Verborgenen. Nur Licht wirft auch Schatten. Mit dem Rücken zum Licht schaue ich in den Schatten. Das ist doch mal eine ganz tolle Erkenntnis.

Wie schätzt du die Zukunft ein. Gibt es angesichts der drohenden Katastrophen (Stichworte Klimawandel und Finanzkrise) einen Weg durch die Krise?

Katastrophen und Krisen sind notwendige Abschnitte der Evolution. Innerhalb dieser Evolution gibt es also Rhythmen, wir sprechen auch von einer universellen Dynamik. Das ist nichts Neues für dieses Universum. Der denkende Mensch, in der Überzeugung des freien Willens, glaubt, dieses Universum beherrschen zu können. Er glaubt, Gesetzmäßigkeiten von ständigem Wandel durch Regulierungen welcher Art auch immer aushebeln zu können.

Das einzig Beständige ist der ständige Wandel. Der Widerstand gegen diesen Wandel oder auch der Glaube, universelle Rhythmen beeinflussen zu können, schafft die wirkliche Problematik. Wir kommen hier an die Aspekte von Macht und Ohnmacht. Wo das eine ist, muss das andere auch sein. Die Macht der Natur bringt den Menschen immer wieder in seine Ohnmacht, weil er die Natürlichkeit der Natur nicht respektiert. So versuchte er aus seiner Ohnmacht über die Kompensation zur Macht zu gelangen. Widerstand erzeugt Widerstand. Das ist die wahre Natur von Katastrophen und Krisen.

Aus Sicht der „Beobachter geschaffenen Realität“ bringt die Zukunft immer das, was ich als Bewusstsein zu bestimmten Aspekten unter bestimmten Umständen selbst schaffe. Wenn das so ist, ist doch der Weg durch die Krise, die Krise selbst. Also können auch Katastrophen und Krisen sowohl Licht als auch Schatten bedeuten. Auch das ist eine Frage der Wahrnehmung. Auf der Bezugsebene von Macht und Ohnmacht sind in der Relativität der Dinge auch Katastrophen und Krisen auf der einen Seite ein geiles Geschäftsmodell und auf der anderen Seite totale Hilflosigkeit.

Jeder, der da draußen bewusst hinschaut, und sieht, was da geschieht, erkennt doch klar und deutlich, dass der Kosmos in einem gewaltigen Wandel steht. Was dieser Wandel für jeden Einzelnen bringt, ist wieder eine Frage seines Bewusstseins. Wie bin ich mit diesen Umständen? Was bedeuten sie für mich? Schaffe ich mehr Angst oder mehr Vertrauen. Die Menschen erfahren immer nur das, was sie glauben.

Buchtipp: Klaus Konstantin: Heilung braucht Wahrheit – Was du nicht lebst, lässt dich nicht leben, Sheema Medien Verlag, 23 €

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Über Oliver Bartsch
Online-Journalist, Multimediaentwickler, Fachjournalist mit Schwerpunkt Psychologie, Komplementärmedizin, alternative Wohn- und Arbeitsformen, regenerative Energien, Klimawandel, Spiritualität. Gestalttherapeut

3 Responses to Interview mit Bewusstseinstrainer Klaus Konstantin über die Ich-Illusion

  1. g.frank@office-dateien.de says:

    Vielen Dank Klaus Konstantin für diese geniale Erinnerung.
    Klarer, prägnanter und effizienter kann man das Nichtverständliche nicht erkennbar machen. Die unfassbare Einfachheit Ihrer Ausführungen sind ein eindeutiges Anschauungsmaterial. Das Widersprüchliche deckt sich einfach auf, wenn ich Ihre Berichte und auch in Ihrem Buch lese. Verwirrung und gleichzeitig Erleichterung pur. Sie sind der passende Reflektor und „Erinnerer“ für mich. Gerdi F.

  2. theresia bACK says:

    ja ist alles einfach,aber wenn man hin und hergerissen ist, weiss den weg nicht, hat das geld nicht für einen trainer.trennung, job, wohnngssuche, töchter wenden sich von mir, nehme abstand von menschen, die mir nicht gut tun, zum schluss steht man fast alleine da. ist schwer, zwischendurch ist es gut, dann fällt man wieder ins loch. lg theresia

  3. Barbara M. Boyo says:

    Lieber Klaus, Du hast es wieder mal (wie auch in Euren Workshops) genial auf den Punkt gebracht ! Herzlichen Dank für’s Erinnern 😉

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