Heldenreise mit Torsten Zilcher und Franz Mittermair

Begegnung mit dem Dämon

Heldenreise

Heldenreise

Torsten Zilcher und Franz Mittermair bieten ihre fünftägigen Heldenreisen im Rahmen ihres Instituts für Gestalt und Erfahrung an. Das Seminar kann auch als Einstieg in die Ausbildung zum Gestalttherapeuten genutzt werden. Drei ausgezeichneten Betreuern standen 15 Teilnehmer gegenüber, die alle an einem Punkt im Leben angekommen waren, wo es nicht mehr weiterging. Im Lauf der fünf Tage loteten wir, gemeinsam und jeder für sich, unseren »Homeground« aus (jetzige Lebenssituation im Zuhause, der Arbeit, unseren Beziehungen und unserem Selbst), schlüpften in die Helden- und Dämonenrolle, erlebten die Konfrontation zwischen Held und Dämon, bekamen eine Belohnung und traten die Rückkehr an.

Für mich ebenso wie die anderen Teilnehmer war es ein sehr intensiver Selbsterfahrungsprozess, der mich oft an meine Grenzen, aber auch darüber hinaus brachte. Schon der Anfang hatte es in sich: eine Vertrauensübung, die viel Selbstvertrauen erforderte. Wichtig war, im Körper zu spüren, wo die Grenze liegt zwischen der Sehnsucht, etwas Neues zu wagen, und dem Sicherheitsdenken, das einen zurückhält. Diese Grenze bewusster zu machen und dehnbarer zu gestalten, sodass der Gestaltungsspielraum größer wird, war Aufgabe der nächsten fünf Tage.

Schon der Heldentag brachte viele neue Erkenntnisse: Ich begegnete meinem Jugendhelden Tom Saywer, war der Gitarrengott Carlos Santana, ein Elefant, der Gott des Meeres Poseidon und verschmolz mit meinem spirituellen Begleiter Merlin, mit dem zusammen ich mich auf die Suche nach meinem verlorenen Urvertrauen machte. An meinem Dämonentag war ich der Hyperspaceman mit Fingernägeln scharf wie Rasierklingen, der dem Helden die Lebensenergie raubt und ihm die »Eier abschneidet«. Beim abschließenden Dämonentanz war ich so wild, dass ich mir einen Muskelfaserriss zuzog. Den Rest des Programms konnte ich aber gut im Sitzen oder Liegen durchziehen. Sehr wohltuend war die Betreuung durch die Assistenten, die mich spät abends noch ins Krankenhaus gefahren haben und viel Rücksicht auf meine Verletzung nahmen.

Absoluter Höhepunkt war natürlich der Tag der Konfrontation zwischen Held und Dämon. Da die beiden Figuren aber genial von Torsten Zilcher und seinen Assistenten Julia Schulz und Stefan Riess herausgearbeitet wurden, ergab sich ein natürlicher Prozess, in den ich mich intuitiv fallen lassen konnte. Am Ende habe ich »meine Eier wiedergefunden«. Auch der vierte Tag war der Konfrontation gewidmet, diesmal mit Tanzen und einer Trancereise mit einer speziellen Atemtechnik, die der TherapeutStanislav Grof entwickelt hat und die sich holotropes Atmen nennt. Die Trancereise verbrachte ich mehr oder weniger im Wasser und erlebte dort Abenteuer als Pirat und Schiffbrüchiger.

Der letzte Tag war der Tag der Rückkehr des Helden. Auch ich hatte eine Belohnung mitgebracht – ein Buch, aus dem die Fülle des inneren Reichtums sprießt – und genoss es sichtlich, der Gruppe meinen »Tanz des Narren« (foolsdance) zu zeigen, den wir jeden Tag geübt und vervollständigt hatten, sodass am Ende etwas Rundes und Ganzes daraus wurde.

Kontakt: www.heldenreise.de

Meine Bewertung

Seminarort:
fünf Sterne
Organisation:
fünf Sterne
Preiswürdigkeit:
vier Sterne
Seminarziel:
fünf Sterne
Seminarleitung:
fünf Sterne
Didaktik:
fünf Sterne
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Über Oliver Bartsch
Online-Journalist, Multimediaentwickler, Fachjournalist mit Schwerpunkt Psychologie, Komplementärmedizin, alternative Wohn- und Arbeitsformen, regenerative Energien, Klimawandel, Spiritualität. Gestalttherapeut

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