Erste Hilfe bei Alpträumen

Botschaften der Seele

Stephan Schumann Foto: E. Raab

Stephan Schumann Foto: E. Raab

Immer wiederkehrende Alpträume können für Betroffene sehr qualvoll sein. Häufig weisen sie auf versteckte Ängste hin. Der Heilpraktiker und Traumtherapeut Stephan Schumann bietet ein bundesweit einmaliges Alptraum-Nottelefon an. Er hilft verängstigten Menschen, die über längere Zeit von wiederkehrenden Alpträumen gequält werden.

Die Anzahl der Menschen, die von Alpträumen geplagt werden, hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Einer der Gründe sind die allgegenwärtigen Berichte über die zunehmenden Terrorakte und Naturkatastrophen. Der Lübecker Traumexperte Stephan Schumann hat darauf reagiert und bietet eine telefonische Alptraumberatung an. Durch eine von ihm weiterentwickelte Methode ist er in der Lage, die Betroffenen vom seelischen Druck zu befreien und ihnen die größten Ängste zu nehmen.

Schumann ist sich bewusst, »dass ein Telefongespräch keine ausführliche Beratung ersetzen kann. Aber oft reicht es schon, die Vorstellung gerade zu rücken, dass Traumsymbole wie Tod oder Unfall Vorboten für ähnliche Ereignisse im realen Leben sind. Besonders dann, wenn der Träumende selbst oder Menschen aus dem Familien- oder Freundeskreis in den Träumen vorkommen.«

Auslöser

Die Auslöser von Alpträumen sind vielfältig. Dennoch gibt es nach den Erfahrungen von Schumann eine Gemeinsamkeit: »Träume haben immer etwas mit dem eigenen Seelenleben zu tun. Sie greifen zwar oft aktuelle Bilder auf. Aber es geht immer darum, dass uns das Unterbewusstsein auf das eigene innere Erleben und Fühlen aufmerksam machen möchte. So weisen uns die Träume auf versteckte Ängste oder seelische Blockaden hin, damit diese gelöst werden können.«

Die Blockaden entstehen laut Schumann häufig deshalb, weil die träumende Person aus den verschiedensten Gründen bestimmte Aspekte ihrer Persönlichkeit zurück hält, statt sie auszudrücken. »Es kann zum Beispiel sein, dass bei einem Menschen einerseits der Wunsch nach einer Veränderung besteht, gleichzeitig aber auch die Angst vor dem Neuen da ist. Vor allem, weil er nicht genau weiß, ob er für die Herausforderung gewappnet ist und wie sein Umfeld reagiert.« Der Traum trete in solchen Fällen zum einen als Überdruckventil auf und weise zum Anderen auf die verdrängten Persönlichkeitsaspekte hin. Deshalb sei es äußerst wichtig, die Träume zu entschlüsseln.

© Aargon pixelio.de

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Traumdeutung

Stephan Schumann geht bei der Traumdeutung allerdings einen anderen Weg als die meisten seiner Berufskollegen. Diese deuten die Symbole oft nach einem vorgegebenen Schema. Der 46-Jährige lehnt ein solches schablonenhaftes Vorgehen ab. »Ich halte nichts davon, als eine Art Guru Träume für andere Menschen zu deuten. Ein Traum kann nur durch die Person entschlüsselt werden, die ihn geträumt hat. Einen allgemein gültigen Übersetzungs-Code gibt es nicht.« Bei Schumann erleben seine Klienten in einer geführten Entspannung ihren Traum noch einmal. »Dabei wird den meisten ziemlich schnell klar, was der Traum mit ihrem derzeitigen Lebensabschnitt zu tun hat.«

In der Regel reicht bereits eine telefonische Traum-Sitzung, um das zentrale Thema zu lokalisieren. Durch die Entschlüsselung bietet sich der träumenden Person die Möglichkeit, verdrängte Aspekte anzunehmen, sie in ihr Leben zu integrieren oder sie gegebenenfalls mit fachkundlicher Hilfe zu lösen. In den meisten Fällen verschwinden die bedrohlichen Träume danach. Auf seiner Webseite www.traumentschluesselung.dewww.traumentschluesselung.de bietet er einen kostenlosen E-Mail-Traumdeutungskurs an.

Wie kann ich mit immer wiederkehrenden Alpträumen umgehen?

Folgende Tipps gibt Stephan Schumann im Alptraum-Notfall: Wiederkehrende Alpträume sind ein Alarmsignal ihrer Seele. Erzählen sie ihrem Partner oder einer Person, der sie vertrauen, ihren Traum. Eine andere Person nimmt manches wahr, was wir noch nicht sehen (wollen). Sprechen Sie über den Traum, wie sie sich gefühlt haben, assoziieren sie, was ihnen dazu einfällt.

Schließen Sie für einige Momente die Augen, kommen sie zur Ruhe und beantworten Sie sich ehrlich folgende Fragen.

  1. Verschließen Sie vor etwas im Leben die Augen?
  2. Gibt es etwas, das Sie quält?
  3. Macht Sie etwas unglücklich?
  4. Haben Sie vor etwas Angst?
  5. Sind sie mit Ihrem Leben zufrieden?
  6. Würden Sie gern etwas ändern?
  7. Was belastet Sie am meisten?

Wenn Sie ehrlich mit sich sind, werden Sie wissen, was Ihre Seele belastet und was sie sich von Ihnen wünscht.

Was kann man tun, wenn an Schlafen nicht mehr zu denken ist?

Schreiben Sie ihren Traum auf und versprechen Sie sich, diesem Traum auf den Grund zu gehen. Eine Möglichkeit ist es, bewusst in den Traum zurückzukehren und ihn weiterlaufen zu lassen. Oft löst sich die Bedrohung oder es zeigt sich ein Ausweg. Sollten Sie nachts aufwachen und sind vor Angst wie gelähmt, sprechen Sie ein Gebet, wenn ihnen dies zusagt oder rufen sie ihren Schutzengel um Hilfe. Stellen sie sich vor, das ein goldenes Licht von ihrem Herzen, von der Sonne oder von Gott ausgehend in die bedrohlichen Traumbilder hineinfließt und die Schwere und Dunkelheit des Traumes umwandelt.

Vergessen Sie nicht; etwas möchte sich Ihnen über den Traum bewusst machen. Es mag bedrohlich erscheinen. Was immer es auch sein mag, in der Regel ist es ein verdrängter Aspekt ihrer Persönlichkeit, der jetzt angeschaut und geheilt werden möchte.

Ein Beispiel aus der Praxis

Frau Schulz aus Bonn (Name geändert) träumte: »Ich sehe meine Tochter in einem großen Feuer verbrennen. Sie schreit um Hilfe und ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann. Mit großer Angst wache ich auf. Ich mochte daraufhin meine Tochter die ganze Woche nicht aus dem Haus lassen.«

Träume, in denen Freunde oder Familienangehörige in Gefahr sind oder ums Leben kommen, sind häufig. Verständlicherweise lösen sie bei den meisten Menschen Angst und Panik aus. In den wenigsten Fällen ist die betreffende Person dabei aber wirklich gefährdet. Sie steht meist vielmehr für verdrängte Gefühle in einem Lebensbereich der träumenden Person.

In der Traumberatung entschlüsselte Frau Schulz ihre Tochter als ihre Lebensfreude. Das Feuer assoziierte sie mit Schmerz. Auf die Frage, welcher Schmerz ihre Lebensfreude verbrennt, fing Frau Schulz an zu weinen. Sie erzählte von ihrem Mann, der sich vor 1 ½ Jahren von ihr trennte. Diesen Schmerz habe sie bis heute nicht überwunden.

Die Angst um die Tochter hatte sich nach dieser Erkenntnis vollkommen gelöst. Ihr größter Wunsch war es offenkundig, sich von dem Trennungsschmerz zu befreien und ihr gebrochenes Herz zu heilen. Sie fragte ihre Traumkraft, wie sie das bewerkstelligen könne. Sie bekam zur Antwort, sie solle ihren Schmerz, den sie in ihrer Brust als einen großen dunklen, abgestorbenen Baumstamm wahrnehmen konnte, im Feuer verbrennen. Mit Freude stellte sich Frau Schulz ein großes Feuer vor und warf diesen Baumstamm hinein. Sie fühlte sofort eine Erleichterung und wiederholte dieses Ritual für 14 Tage.

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Über Oliver Bartsch
Online-Journalist, Multimediaentwickler, Fachjournalist mit Schwerpunkt Psychologie, Komplementärmedizin, alternative Wohn- und Arbeitsformen, regenerative Energien, Klimawandel, Spiritualität. Gestalttherapeut

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