Clemens Kuby: Mental Healing

Die Medizin des 21. Jahrhunderts

Clemens Kuby

Clemens Kuby

Selten hat ein Autor es geschafft, in mir eine so starke Resonanz auszulösen. Meine Affinität und Sympathie zu Clemens Kuby hängt natürlich auch damit zusammen, dass ich sein Menschenbild teile, aus dem heraus erst Selbstheilung möglich wird. Daraus ergibt sich konsequenterweise auch, dass Menschen, die ein anderes Menschenbild haben, der Argumentation von Kuby nicht folgen können und ihn am liebsten auf dem Scheiterhaufen der Geschichte verbrennen möchten.

Für Kuby ist der Mensch ein geistig-seelisches Wesen, das sich seine Wirklichkeit selbst erschafft. Wenn man diesen Gedanken zu Ende denkt, folgt daraus auch die Lehre der Reinkarnation und dass unsere Körper nur fleischgewordene Seelen sind, die über mehrere Leben hinweg ihre Lebensaufgabe erfüllen wollen.

Wer sich einmal auf dieses Gedankenexperiment einlässt, kann sich rückwirkend viele Situationen in seinem Leben erklären, die ohne den Gedanken an die Seelenwanderung schwierig zu erklären wären. Warum gibt es so etwas wie „Liebe auf den ersten Blick“? Das ist mit dem mechanischen oder auch biochemischen Menschenbild allein nicht schlüssig zu erklären. Wenn aber mit dem geistig-seelischen Menschenbild die Reinkarnation ins Spiel kommt, dann wissen die beiden Seelen, dass sie sich aus einem früheren Leben kennen und ihre Beziehung in diesem Leben fortsetzen möchten.

Zunächst sei es wichtig, erklärt der Filmemacher (Living Buddha), der sich 1981 beim Sturz aus dem Fenster eine Querschnittslähmung zuzog und trotz negativer ärztlicher Prognosen innerhalb eines Jahres wieder laufen konnte, sich über sein eigenes Menschenbild klar zu werden. Bei einem rein mechanischen Menschenbild, das den Menschen mit einer Maschine vergleicht, sind wir am meisten von den Ärzten abhängig. Je höher wir uns in unserem Menschenbild entwickeln (über mechanisch, biochemisch, energetisch, informatisch und geistig-seelisch), desto mehr nimmt die Abhängigkeit vom Arzt ab und desto stärker rücken die Selbstheilungskräfte in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit.

Die Methode, der sich Kuby selbst bedient hat und die er den Menschen in den zahlreichen Selbstheilungskursen empfiehlt, die er und seine Frau in der 2005 gegründeten Europäischen Akademie für Selbstheilungsprozesse (SHP) lehren, ist das Seelenschreiben und das Seelengespräch. Drei ausführliche Protokolle eines Seelengesprächs legen eindrucksvoll Zeugnis ab von der Effektivität dieser Methode. Dabei wird zunächst der Schmerzkörper (also das traumatische Ereignis) herausgearbeitet und dann in etwas umgeändert (transformiert), dass diesen Schmerz in ein positives Bild umwandelt. Dieses Bild wirke sich nicht nur auf den eigenen Prozess positiv aus, sondern auch auf alle Prozesse der an diesem System beteiligten Personen (also Partner, Familie, Clan, Sippe etc) – ein Phänomen, das auch von Familienaufstellungen dokumentiert ist.

Clemens Kubys Lehre der Selbstheilung basiert größtenteils auf Annahmen, die den neuesten Debatten zwischen Physikern, Neurobiologen und Bewusstseinsforschern entsprechen (z. B. über die Quantentheorie des Bewusstseins) Er schreibt über Wunderheilungen so anschaulich und mit einem ehrlichen Mitgefühl für die an der Zivilisation leidende Kreatur, dass ich ihm gerne folge.

Clemens Kuby: Mental Healing. Kösel 2010, 384 S., HC, 19,99 €

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Über Oliver Bartsch
Online-Journalist, Multimediaentwickler, Fachjournalist mit Schwerpunkt Psychologie, Komplementärmedizin, alternative Wohn- und Arbeitsformen, regenerative Energien, Klimawandel, Spiritualität. Gestalttherapeut

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