Neale Donald Walsch: Glücklicher als Gott

Gott ist nicht tot

Neale Donald Walsch

Neale Donald Walsch

Als ich Ende der 90er Jahre zum ersten Mal Neale Donald Walsch las, war ich skeptisch. Da maßte sich jemand an, direkt mit Gott zu sprechen, und hatte auch noch die Frechheit zu behaupten, das das jedem von uns gelingen könne. Im Lauf der Lektüre von »Gespräche mit Gott« schwand meine Skepsis aber, ich war zunehmend fasziniert von dem Gedanken, dass auch ich direkt mit Gott kommunizieren könnte. Alle Wahrheiten, die N. D. Walsch von Gott in die Feder diktiert wurden, entsprachen meinen tiefsten Herzenswünschen und ließen mich meine damalige Krise im privaten und beruflichen Bereich überwinden.

Neale Donald Walsch arbeitete als Journalist und Verleger, war Programmdirektor eines Rundfunksenders, Pressesprecher und gründete eine erfolgreiche Werbe- und Marketingfirma. In einer schweren Krise richtete er seine Stimme an Gott. Dadurch erfuhr sein Leben eine entscheidende Wendung. Was er als Ende seines Lebens empfunden hatte, erwies sich als spiritueller Neuanfang. In den vergangenen acht Jahren sind die Bücher von Walsch zu Weltbestsellern geworden und wurden inzwischen in 27 Sprachen übersetzt. Sie gehören zu den meist verkauften esoterischen Ratgebern, und überall sprießen »Gespräche mit Gott«-Gruppen aus dem Boden, um sich der göttlichen Wahrheit zu nähern. Worauf gründet sich diese Beliebtheit?

Seine Grundthese zur persönlichen Schöpfung lautet: »Gott und wir sind Eins« und »Alle Dinge sind ein Ding«. Daraus folgt: »Was du für einen anderen tust, tust du für dich, und was du einem anderen antust, tust du auch dir an.« Dann verrät er die Geheimformel für das Leben: »Wer sich nur auf sich selbst konzentriert, sendet wenig Energie aus. Wenn man auf andere ausgerichtet ist, multipliziert man seinen energetischen Output mit der Anzahl der Personen, denen man Energie zufließen lässt«. Das nennt Walsch den Multiplikatoreffekt, die Garantie für ein glückliches Leben, denn alles, was man für andere tut, »kommt siebenfach zu einem zurück«.

Und was ist mit all dem Leid, dem Hunger und dem Schmerz auf der Welt? Auch darauf hat er eine Antwort: »Die Menschen brocken sich Leid nicht dadurch ein, dass sie falsch denken, sondern weil sie unbewusst in Ängsten verweilen, was dazu führt, dass man manches von dem anzieht, was man fürchtet. Auch wirkt die Kraft des kollektiven Bewusstseins und lähmt das individuelle Bewusstsein.« Muss das so bleiben? Nein, sagt der Autor, und führt am Ende seines Buches »Glücklicher als Gott«, das alle wichtigen Thesen von »Gespräche mit Gott« noch einmal zusammenfasst, 17 Schritte an, mit deren Hilfe es gelingen kann, ein glückliches Leben zu führen und Frieden und Wohlstand für alle zu erreichen.

»Glücklicher als Gott« ist natürlich als Provokation gemeint, aber am Ende des Buches war ich überzeugt, zumindest ein kleines bisschen glücklicher zu sein als vorher, weil »alles immer nur die Bedeutung hat, die ich ihm beimesse«.

Neale Donald Walsch: Glücklicher als Gott. Kamphausen 2008, 256 S., HC, 19,80 €

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Über Oliver Bartsch
Online-Journalist, Multimediaentwickler, Fachjournalist mit Schwerpunkt Psychologie, Komplementärmedizin, alternative Wohn- und Arbeitsformen, regenerative Energien, Klimawandel, Spiritualität. Gestalttherapeut

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